UNSER STARGAST HEUTE
– FORTSETZUNG
Felix Salten
[« zum Anfang] Auf den ersten Blick haben Bambi und die Wiener Prostituierte natürlich nichts gemeinsam - wenn man aber genauer hinschaut, wird eigentlich dieselbe Geschichte erzählt: Ein junges, unschuldiges Ding geht in die Welt hinaus und erlebt dort gefährliche Abenteuer mit Männern, die ihm an die Wäsche und es "erlegen" wollen.“Bambi” wird oft als Plädoyer gegen die Jagd missverstanden. Missverstanden deshalb, weil Salten ein passionierter Jäger war - und die Idee zu “Bambi” kam ihm sogar auf einer Jagdtour. Die Filmrechte verkaufte er an Disney für 1.000 Dollar - ein bisschen zu günstig, wie ich glaube, denn Bambi wurde einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, und noch 60 Jahre später verkaufte sich allein die DVD nur am ersten Tag bereits über 1 Million Mal!
Der Erfolg von Bambi inspirierte Salten dazu, es mit noch weiteren Tiergeschichten zu versuchen: “Der Hund von Florenz” und “Die Jugend des Eichhörnchens Perri” wurden ebenfalls beide von Walt Disney verfilmt, allerdings erst nach Saltens Tod.
Bambi ist übrigens schuld daran, dass viele Rehe und Hirsche verwechseln. Im Film ist Bambi nämlich ein Weißwedelhirsch und sein Vater hat auch ein Geweih. Warum? Weil es in den USA keine Rehe gibt. Im Verlauf des Films wird Bambi aber immer wieder als “Rehkitz” bezeichnet. Also glauben viele Kinder, dass ein Hirsch das männliche Reh ist. Aber das ist natürlich Quatsch. Denn das männlich Reh heißt bekanntlich Reebok. Wir sehen uns wieder am 9. Oktober. Oh - das ist morgen! Bis dann also! Tschüß!
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