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– FORTSETZUNG
Wilhelm der Eroberer
[« zum Anfang] Der englische König Eduard war gestorben. Um seine Nachfolge stritten sich die Brüder Harald und Tostig. Harald konnte sich durchsetzen. Und weil Tostig ein rechter Feuerkopf war, holte er sich eine Horde Norweger ins Land, um doch noch König zu werden.Gleichzeitig dachte sich aber auch der normannische Herzog Wilhelm, dass ihm die englische Krone gut stehen würde - jetzt hatte Harald ein Problem: Denn während Tostig und die Norweger von Norden aus England angriffen, bereitete sich Wilhelm darauf vor, von Süden aus die Insel zu erobern. Wat nu?
Harald entschied sich, zuerst seinen Bruder zu vermöbeln und zog in einem Gewaltmarsch nach Norden. Und tatsächlich: Tostig wurde vernichtend geschlagen. Jetzt hatte Wilhelm im Süden aber freie Bahn. Harald trieb seine Männer zu Höchstleistungen an und jagte sie nach der gewonnen Schlacht gegen Tostig jetzt nach Süden, um auch Wilhelm Mores zu lehren.
Und so kam es am 14.10. bei Hastings zum ersten Länderspiel Frankreich - England. Die Engländer hatten eine starke Defense und eine klassische Viererkette. Die Franzosen setzten auf Tempowechsel und schnelle Konter und siegten schließlich in der Verlängerung.
Wer sich das Spiel in voller Länge anschauen möchte: In Bayeux in der Normandie hängt ein Teppich, der die ganze Geschichte erzählt: Alle Spiele, alle Tore!
Und so kam es, dass die Franzosen Könige von England wurden - und ihre Kultur und ihre Sprache mitbrachten.
Deshalb gibt es im Englischen auch so oft für einen Sachverhalt zwei Wörter: Ein angelsächsisch-stämmiges und ein normannisch-stämmiges. “Taube” heißt z.B. angelsächsisch “dove” und normannisch “pigeon”. “Königlich” heißt, je nachdem, “kingly” oder “royal”. Erstaunlich, dass in der angelsächsischen Version immer die poetischere, in der normannischen aber eher die die technischere Bedeutung mitschwingt.
Aber zurück zur Schlacht bei Hastings: Natürlich ist das Gemetzel in Südengland die Geburtsstunde für ein Hassverhältnis zwischen Engländern und Franzosen, das bis heute anhält. Daran konnte auch ein Tunnel durch den Ärmelkanal nichts ändern - denn wer wird schon gerne getunnelt. Wir sehen uns morgen! Au revoir und farewell!
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