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– FORTSETZUNG
Der Kölner Dom
[« zum Anfang] So sieht der Schrein aus. So ähnlich. Jedenfalls, die Kölner bauten fröhlich drauf los. Und bauten und bauten. Bis ihnen eines Tages die Lust verging. Das war 1560. Da ließen sie den lieben Gott einen guten Mann sein. Und gingen lieber ein Kölsch trinken.Immerhin: der Chor, also der Altarraum, wurde irgendwann fertig, und von einem der Türme stand ein Stumpf. Die Heiligen drei Könige hatten ein Dach überm Kopf. Teilweise. Und so blieb der Dom die nächsten 300 Jahre stehen. Eine grandiose Bauruine! Die Kölner hatten noch nicht mal mehr Lust, die Hütte wenigstens halbwegs aufzuräumen. Bis 1868 stand auf dem Turm-Stumpf ein hölzerner Baukran aus dem 15. Jahrhundert.
“Hält der Kran noch?” - “Er hält!” - “Prima. Gehen wir noch ein Kölsch trinken.”
Die Rettung für die katholischen Kölner kam ausgerechnet aus dem notorisch protestantischen Preußen. Denn zu dessen Staatsgebiet gehörte Köln seit 1815. Und weil die Preußen keine halben Sachen mögen, sprach der König Friedrich Wilhelm IV im Jahr 1842: “Herrschaften, auf geht‚s, fertig machen!”
“Na gut. Ein Kölsch noch, dann fangen wir an.” - “Nein! Sofort! Wegtreten!” Es dauerte trotzdem weitere 38 Jahre, bis der Dom wirklich fertig wurde. Aber: Er wurde fertig. Er wurde sogar zum damals höchsten Bauwerk der Welt. 157 Meter hoch. Ohne Lift. Furchtbar.
Jedenfalls: am 15. Oktober 1880 wurde der Kölner Dom eingeweiht - über 600 Jahre nach Baubeginn. Ich hingegen bin kein Kölner, sondern ein Österreicher. Und darum mache ich hier auch nicht erst in 600 Jahren weiter. Sondern schon morgen. Darauf ein Kölsch. Tschüß!
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