UNSERE STARGÄSTE HEUTE
– FORTSETZUNG
Die Kamikaze-Piloten
[« zum Anfang] Soweit die Theorie. Am 21. Oktober 1944 starteten die ersten drei Flugzeuge der neu gegründeten Suizid-Truppe. Zwei Flugzeuge kamen zurück, eines nicht. Versenkte Schiffe: null.Aber schon vier Tage später kam der nächste Einsatz – und bei dem versenkte ein Kamikaze-Pilot das erste amerikanische Schiff: den Flugzeugträger St. Lo. Es folgten viele, viele weitere Selbstmord-Flüge. An Bewerbern gab es keinen Mangel. Obwohl auch in Japan viele erkannten, dass es völlig bescheuert ist, seine Piloten und Flugzeuge so zu verheizen.
Warum wird man Kamikaze-Pilot? Patriotismus, Gruppenzwang, jugendlicher Leichtsinn – irgendeinen dummen Grund gibt’s ja immer. Es waren fast alle blutjunge Kerle. Wurden die Nachwuchs-Selbstmörder verwöhnt? Im Gegenteil! Der Kamikaze-Lehrgang war extra hart, die Piloten bekamen sogar Prügel. Die Armee war der Meinung, das stärkt die Moral. Vom fliegerischen war die Ausbildung dafür eher simpel. Das Schwierigste am Fliegen ist ja die Landung, aber den Teil des Lehrgangs konnte man sich ja sparen.
Die Zahl der alliierten Schiffe, die von Kamikaze-Piloten versenkt wurden, ist umstritten. Die US Air Force meint, es wären 34 Schiffe gewesen. Die Japaner behaupteten 81! Treffen wir uns in der Mitte und sagen: 56 Schiffe. Und der Preis? Fast 4000 Kamikaze-Piloten kamen ums Leben. Ein Schiff, ein Flugzeug? Nö, wohl eher nicht.
Ein echter Pleite-Plan. Bis dann – Sayonara!
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