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Lope de Aguirre

[« zum Anfang] Kinski! Ein Gigant! Wie sagte er immer so schön? “Ihr elenden, schleimigen Überbeepen!” Ein wenig irre war auch der echte Aguirre. Aber das musste man vielleicht auch sein, um den Beruf des Konquistadoren zu ergreifen.

Lope de Aguirre kam 1536 oder 37 aus Spanien nach Peru. Nach ein paar Jahren ging es mit seinem geistigen Gesamtbefinden irgendwie abwärts. Vielleicht das Klima. 1551 ließ ihn ein Richter für ein kleineres Vergehen auspeitschen. Aguirre schwor Rache und verfolgte den Richter drei Jahre lang quer durchs Ländle und legte dabei 6000 Kilometer zurück - zu Fuss, Pferd hatte er keins. Bis er den Richter fand und ...

1560 heuerte Aguirre bei einer Expedition an, um El Dorado zu suchen. Er bekam aber Krach mit dem Expeditions-Boss. Aguirre brachte ihn um und machte sich selbst zum Chef. Mit seiner Truppe zog er den Orinoco-Fluss hinab und tötete und vernichtete unterwegs alles, was einem so begegnete. Mit anderen Worten: Aguirre benahm sich schon schlimmer als Kinski!

1561 eroberte Aguirre eine spanische Siedlung auf der Insel Margarita und ließ 50 Einwohner aufhängen. Dann ernannte er sich zum Prinzen von Peru. Damals soll er auch den Satz gesagt haben, aus dem der Filmtitel wurde: “Ich bin der Zorn Gottes, der Fürst der Freiheit!” Ein Fall für die Klapse.

Am 27. Oktober 1561 wurde Aguirre von einem Sondereinsatzkommando umzingelt. Als letzte Wahnsinnstat erstach er seine Tochter. Dann wurde er erschossen und gevierteilt. Die Einzelteile schickte man an vier verschiedene Städte, als politische Grußbotschaft.

Und ich mach mich jetzt auch mal auf die Suche nach El Dorado. So schlecht wie ich hier bezahlt werde, bleibt mir gar nichts anderes übrig. Falls ich nix finde, sehen wir uns morgen wieder.
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