UNSER STARGAST HEUTE
– FORTSETZUNG
Der "Rumble in the Jungle"
[« zum Anfang] Die ganze Veranstaltung war vom zairischen Diktator Mobutu bezahlt, um das Selbstbewusstsein der afrikanischen Bevölkerung zu stärken und den Afro-Amerikanern in den USA ihre Wurzeln näher zu bringen. Vollständig nannte Mobutu sich übrigens Mobutu Sese Seko Kuku Ngbendu wa za Banga. Das heißt übersetzt: “Der allmächtige Krieger, der mit Ausdauer und Siegeswillen, flammenden Schrittes von Sieg zu Sieg schreitet”. Ich habe aber auch folgende Übersetzung gefunden: ”Der Hahn, der jede Henne besteigt”.Jetzt aber zum Kampf: Ali hatte seinen WM-Gürtel vor sieben Jahren aus politischen Gründen verloren, da er den Wehrdienst in Vietnam verweigerte. Mittlerweile war der junge George Foreman der Star im Ring. Der ungeschlagene Weltmeister, der 37 seiner 40 Gegner vorzeitig auf die Bretter schickte, galt als eindeutiger Favorit.
Wegen einer leichten Verletzung Foremans wurde der Kampf um vier Wochen verschoben - fünf Wochen, in denen sich alle Beteiligten langweilten, Ali aber die Bevölkerung auf seine Seite brachte, indem er Schulen besuchte und auf den Straßen Kinshasas trainierte. Foreman hingegen machte sich unbeliebt, weil er mit einem Deutschen Schäferhund auftrat.
Außerdem erfand Ali in den vier Wochen aus Langeweile das Rappen: “I float like a butterfly and sting like a bee, I can drown and drink the water and kill a dead tree, wait 'til you see Muhammad Ali”.
Endlich dann fand der Kampf statt. Foreman prügelte sieben Runden auf Ali ein, der sich kaum wehrte. Dann aber, kurz vor Ende der achten Runde gab Ali Foreman so dermaßen einen auf die Glocke, dass der umfiel wie ein nasser Sack.
Ali hatte seinen WM-Gürtel wieder, Foreman verfiel in jahrelange Depressionen und wurde christlicher Pfarrer, bis er sich 1995 an Axel Schulz rächen durfte. Schulz boxte den Kampf seines Lebens, verlor allerdings trotzdem. Seitdem fristet Axel Schulz ein klägliches Dasein als Knallcharge in Panelshows. Aber das: ist eine ganz andere Geschichte.
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