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– FORTSETZUNG
Giacomo Casanova
[« zum Anfang] Im Alter von elf kam Casanova mit dem sanften Geschlecht in Kontakt, die Tochter eines feinen Herren befummelte ihn ein wenig. Das mochte er. Von da an busselte und schnackselte er sich quer durch die Gesellschaft. Von der Gräfin bis zum Dienstmädchen - Giacomo nahm, was kam. Er kriegte auch was. Jede Menge Geschlechtskrankheiten. Na ja, Berufsrisiko.1755 war er auf Heimatbesuch in Venedig und fuhr sein übliches Programm: Zocken, Ehebruch, große Reden führen. Da wurde es den Behörden zu bunt und sie steckten ihn in die berüchtigten Bleikammern, direkt neben dem Dogenpalast.
Die Verbindung zwischen Knast und Palast ist übrigens die Seufzer-Brücke, so genannt wegen der Seufzer der Knastis. Bleikammern hießen die Dinger, weil das Dach mit Bleiplatten gedeckt war. 15 Monate saß Casanova. In seiner ersten Zelle hatte er sich fast durch den Fußboden gebuddelt, da wurde er in eine andere Zelle verlegt. Sein nächster Anlauf ging nicht nach unten, sonder nach oben: ab durchs Bleidach. Bingo - am 31. Oktober 1756.
Casanova haute ab aus Venedig und wurde ein anständiger Mensch. Quatsch. Er haute ab und machte weiter wie zuvor. Seinen Lebensabend finanzierte er sich aber abseits aller Schickeria als Bibliothekar eines böhmischen Grafen. Da schrieb er seine Memoiren. Darin berichtet er von 120 Affären - er sagt aber, dass er viele weitere aus Diskretion verschweigt.
120 - in heutigen Swingerclubs hätte man das in zwei Wochen durch. Auch nicht schön. Da sage ich lieber: bis hoffentlich sehr bald!
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